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Geschichte der Ziegelproduktion
Von altersher wurden Ziegel in frei aufgeschichteten
Haufen gebrannt. Die Rohziegel wurden dazu abwechselnd mit Holz aufgeschichtet
und wie ein Meiler angezündet. Die Ziegel waren aber ungleichmässig,
da die Brenntemperatur im innern des Meilers höher als am Rande war.
Um 1800 kamen nach oben offene Feldbrandöfen auf, bei denen alle
Kammern gleichzeitig beschickt, gebrannt und entleert wurden. 1820 wurde
er zum geschlossenen Ziegelbrennofen weiterentwickelt. Der Verbrauch von
Brennstoff war sehr hoch und die Qualität der Ziegel konnte nicht
Beeinflusst werden.
Erst Hoffmanns Patent auf den Ringofen ermöglichte das kontinuierliche
und kontrollierte Brennen der Ziegel.
Funktionsprinziep
des Ringofens
Der Ringofen nach Hoffmann
hat um den Schornstein 10 bis 16 Brennkammern im Kreis oder Oval angeordnet.
Bis auf die Kammer, in der die Luft zur Verbrennung eintritt, sind alle
anderen Kammern zugemauert. Die Kammern werden von oben mit Kohle beschickt.
Die Luft ströhmt von der offenen Kammer über die eigentliche
Brennzone zur Rauchabzugsöffnung. Die Brennzone wandert in Richtung
der strömenden Luft kontinuierlich über mehrere Tage durch die
einzelnen Kammern und brennt das Ziegelmaterial nacheinander. Aus der
bereits abgekühlten Kammer werden
die fertig gebrannten Ziegel entnommen
und durch getrocknete, ungebrannte ausgetauscht.
Die heute noch vorhandenen Ringöfen sind technische Denkmale, da
sie durch technisch modernere Tunnelöfen abgelöst wurden.
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