Home  »»  Berlin und die ...   05.09.2010  
 
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Berlin und die Ziegelindustrie  

Die Einwohnerzahl von Berlin wuchs von 550 000 im Jahre 1861 auf 3,8 Millionen im Jahre 1920. Landarbeiter, die Ihr Glück als Industrie-arbeiter in Berlin zu machen hofften, strömten aus Pommern und Schlesien in die Stadt. Der Wohnungsbedarf, besonders nach billigem Wohnraum stieg stark an, für die einfachen Arbeiter wurden Mietskasernen mit mehreren Hinterhöfen gebaut. Durch Eingemeindung von Vororten weitete die Stadt sich immer weiter aus.
Aus diesem Grund belieferten hunderte von Ziegeleien aus Brandenburg die Großstadt Berlin mit Milliarden von Ziegeln (Ein Mietshaus besteht schon aus 600000 Ziegeln). Diese riesen Menge Ziegeln konnte nur mit Kähnen über den Wasserweg nach Berlin geschafft werden.
Auch die Infrastrucktur musste erweitert werden. Für Abwasserkanäle wurden Ziegeln benötigt, ebenso für Brücken, Bahnhöfe, Rathäuser, Krankenhäuser, Kaufhäuser, Kirchen, Fabrikhallen, Museen und Viadukte der Hochbahn.
Berühmte Bauwerke Berlins verraten an ihrer Ziegelfarbe deren Herkunft. In Birkenwerder wurden z.B. die Ziegel für das ehemalige Krankenhaus Bethanien hergestellt. Die Ziegel der Friedrichwerderschen Kirche kamen aus Joachinmsthal, die des Roten Rathauses aus Hermsdorf.










 
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